Equi

→ vom Lateinischen equus = Pferd
Steht für den Pferdekörper, Pferdearbeit und die Beziehung Mensch–Pferd.

Cran

→ Kurzform von Cranio-Sakral
Symbolisiert Nervensystem, feine Wahrnehmung, Regulation und innere Balance.

Segra

→ abgeleitet von Tensegrity (tension + integrity)
Steht für strukturelle Intelligenz, Stabilität durch Spannung, Ganzheit und Verbindung.

Gesamtbedeutung

Equi - Cran - Segra beschreibt eine ganzheitliche Pferdearbeit,
die cranio-sakral Feinheit mit der tragenden Struktur der Tensegrity verbindet.

- sanft in der Berührung
- kraftvoll in der Wirkung
- klar im Körperkonzept

EQUI-CRAN-SEGRA

Horse Tensegrity Training & Craniosakrale Körperarbeit – die Kombination

 

Die Verbindung aus Horse Tensegrity Training und craniosakraler Körperarbeit unterstützt das Pferd auf struktureller und nervensystemischer Ebene zugleich.
Während das Tensegrity Training das fasziale Spannungsnetz, die Körperstatik und die Bewegungskoordination harmonisiert, wirkt die craniosakrale Arbeit direkt auf das Nervensystem, den Rhythmus des Körpers und tiefe innere Spannungsmuster.

 

Gemeinsam fördern beide Methoden:

  • bessere Körperbalance

  • freie, natürliche Beweglichkeit

  • Stressregulation und innere Ruhe

  • ein gesundes Zusammenspiel von Struktur, Spannung und Energie

So entsteht ganzheitliche Unterstützung, die das Pferd in seiner gesamten körperlichen und emotionalen Organisation stärkt.

 

Was ist cranio-sakrale Arbeit am Pferd?

Die craniosakrale Körperarbeit ist eine sehr sanfte, aber tief wirkende Methode, die das Nervensystem, die Faszien und die innere Balance des Pferdes unterstützt.
Durch feine Berührungen am Kopf, Kreuzbein und entlang der Wirbelsäule werden Spannungen gelöst, der Energiefluss harmonisiert und das Pferd kann wieder in einen natürlichen, entspannten Rhythmus finden.

 

Ziele der Arbeit können sein:

  • Lösung von tiefen Spannungen (auch nach Trauma, Stürzen, Geburten)

  • Unterstützung des Nervensystems

  • Verbesserung von Beweglichkeit, Gleichgewicht und Koordination

  • Förderung von Entspannung, Vertrauen und innerer Ordnung

  • Begleitend bei Rittigkeits-, Verhaltens- oder Regulationsproblemen

 

Woher kommt die cranio-sakrale Arbeit?

Der Ursprung liegt in der Osteopathie:

  • William Garner Sutherland (1873–1954), ein US-amerikanischer Osteopath, erkannte, dass die Schädelknochen minimal beweglich sind und in Beziehung zum Nervensystem stehen.

  • Daraus entwickelte er die craniale Osteopathie.

  • In den 1970er-Jahren machte Dr. John E. Upledger daraus eine eigenständige, sehr sanfte Methode: die Cranio-Sakrale Therapie.

Wie kam die Methode zum Pferd?

In den 1980er–1990er Jahren begannen Therapeut:innen, die cranio-sakrale Arbeit auf Tiere – insbesondere Pferde – zu übertragen.
Pferde reagieren besonders fein auf diese Arbeit, da sie:

  • sehr körper- und nervensensibel sind

  • Spannungen häufig kompensieren statt zeigen

  • stark auf Beziehung, Sicherheit und Präsenz reagieren

Heute wird cranio-sakrale Arbeit beim Pferd oft kombiniert mit:

  • Osteopathie

  • Faszien- und tensegraler Arbeit

  • somatischen und nervensystem-orientierten Ansätzen

Besonderheit beim Pferd

  • Die Arbeit erfolgt meist im Stehen, ohne Zwang

  • Das Pferd bleibt aktiv beteiligt (Gähnen, Kauen, Seufzen, Zittern, ruhiger Stand)

  • Der Körper entscheidet selbst, wie tief die Regulation geht

Cranio-sakrale Arbeit korrigiert nicht – sie erinnert den Körper an seine Ordnung.

Cranio Sakrale Körperarbeit wirkt unterstützend und ersetzt somit keinen Tierarzt !!

 

Was ist Horse Tensegrity Training?

Horse Tensegrity Training basiert auf dem Verständnis, dass der Körper des Pferdes ein fein ausbalanciertes Spannungsnetz ist – ein Zusammenspiel aus Faszien, Muskeln, Knochen und innerer Ausrichtung.
Wenn dieses Netz in Balance ist, kann das Pferd sich frei, kraftvoll und leicht bewegen.

Im Tensegrity Training wird mit sanften, gezielten Impulsen, achtsamer Berührung und bewusster Bewegung gearbeitet. Dabei werden alte Spannungsmuster gelöst, die innere Struktur neu organisiert und das gesamte Körpersystem harmonisiert.

Das Ziel:
Mehr Leichtigkeit, bessere Körperwahrnehmung, freie Beweglichkeit und ein tiefes, vertrauensvolles Miteinander von Pferd und Mensch.

Herkunft des Begriffs Tensegrity 

Der Begriff Tensegrity ist eine Wortschöpfung aus
“tension” (Zugspannung) und “integrity” (Ganzheit / Zusammenhalt).

Er wurde in den 1940er–1950er Jahren geprägt.

 

Das Grundprinzip von Tensegrity

Ein Tensegrity-System ist stabil, weil sich Zug- und Druckkräfte permanent ausbalancieren.

 

  • Zug-Elemente (Seile, Faszien) → ständig unter Spannung

  • Druck-Elemente (Stäbe, Knochen) → „schwimmen“ frei im Zugnetz

  • Keine starre Fixierung

  • Stabilität entsteht durch dynamisches Gleichgewicht

 

Das Ganze hält sich selbst, nicht durch Masse, sondern durch Spannung.

Tensegrity in der Natur & Biologie

Später erkannte man: Lebendige Systeme funktionieren genauso.

  • Zellen

  • Faszien

  • Muskeln & Knochen

  • Der gesamte Körper (Mensch & Pferd)

👉 Knochen tragen nicht einfach Gewicht
👉 Sie werden von Faszien & Muskelspannung positioniert

Bedeutung für Körperarbeit (Mensch & Pferd)

Tensegrity erklärt, warum:

  • lokale Spannungen den ganzen Körper beeinflussen

  • Haltung nicht „korrigiert“, sondern organisiert wird

  • feine Impulse große Veränderungen auslösen können

  • Balance wichtiger ist als Kraft

Beim Pferd heißt das:

  • Bewegung entsteht aus Spannungsverteilung

  • Probleme zeigen sich oft weit entfernt von der Ursache

  • Arbeit am Faszien-/Spannungssystem wirkt tief und nachhaltig

    Kurz gesagt

    Tensegrity =Stabilität durch lebendige Spannung statt starre Konstruktion